Erfurt: Polizeibesuch nach „Zahltag“-Veranstaltung

null Am 12. April fand im Café April eine Veranstaltung der Kampagne Hände hoch-Haus her mit der Initiative Zahltag statt.

Nach der Veranstaltung wurde spontan Musik aufgelegt, Essen serviert und Lichtbildkunst an die Wände geworfen. Gegen 02:00 Uhr entschied die Bereitschaftspolizei, daß so viel Spontaneität in Erfurt nicht möglich ist. Ca. 20 BeamtInnen stürmten das „April“, nahmen die Personalien aller Anwesenden auf und durchsuchten die Räume. Weiter forderten sie die Anwesenden zum Gehen auf — womit die Veranstaltung zu Ende war.

Schon in der Nacht zum Sonntag kam es nach dem Händehoch-Konzert im Klanggerüst zu einer völlig überzogenen Polizeikontrolle auf der Magdeburger Allee — mit Knüppel- und Pfeffersprayeinsatz und einigen Ingewahrsamnahmen. In der Vorwoche hatte die Bereitschaftspolizei bei einem nächtlichen Großeinsatz alternative Jugendliche vom Venedig — ein Platz an der Gera unweit der umkämpften Krämerbrücke — vertrieben.

Alternative Soziokultur hat es also nach wie vor schwer in Erfurt.

Aber jetzt erst recht: Am Samstag ab 14.00 Uhr (Treffpunkt Bahnhofsvorplatz) für selbstverwaltete Zentren demonstrieren.

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